Chania

Das Venedig des Ostens!

Chania, eine Stadt mit einer Jahrhunderte alten Geschichte, wurde nicht zu Unrecht das Venedig des Ostens genannt. Die Stadt Chania, die Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur zeichnet sich durch Charme und Noblesse aus. Sie ist geteilt in die Alt- und die Neustadt. Die so genannte Neustadt ist ein modernes Ballungszentrum mit allen Annehmlichkeiten, die eine Großstadt zu bieten hat. Trotzdem entgehen dem Besucher die Zeugnisse von der Noblesse anderer Zeiten nicht. Beim Flanieren durch die malerischen Gassen der Altstadt kann der Besucher anhand der Architektur der Bauten in den Siedlungen die verschiedenen Kulturen erkennen, die sich in Chania getroffen und die Geschichte des Ortes sowie die Mentalität der Menschen geprägt haben.

Ein Spaziergang in Chania gleicht einem Märchen. Die Altstadt von Chania ist um die Anhöhe von Kasteli und auf den Ruinen der minoischen Stadt Kydonia erbaut. Die Stadt besteht aus historischen Siedlungen, die von Menschen von unterschiedlicher Nationalität, Kultur und Religion bewohnt waren. Die Monumente, die sie zurück ließen, verleihen Chania seinen besonderen Charakter.

Im Stadtviertel Topanas, im nördlichen Teil der Stadt, lebten zur Zeit der Osmanischen Herrschaft die wohlhabenden Griechen. Wenn man durch die steingepflasterten Gassen geht, trifft man auf venezianische Herrenhäuser sowie türkische Häuser. Dort befindet sich auch die Festung Firkas, und in den Straßen der Siedlung findet man Geschäfte mit traditionellen handgearbeiteten Textilien und Volkskunstartikeln.

Ein weiteres interessantes Viertel ist die Jüdische Siedlung. Dort befinden sich die Synagoge, die Kirche des Heiligen Fragiskos und das Archäologische Museum der Stadt. Es folgt die Siedlung Sintrivani, die ihren Namen dem Brunnen verdankt, der hier von den Türken erbaut wurde. Charakteristisch ist die Moschee des Hassan Pascha, die in dieser Siedlung steht, ihm gegenüber erstreckt sich die Meerespromenade mit dem Venezianischen Leuchtturm.

Im östlichen Teil des Hafens liegt die Siedlung Kasteli. Dort befand sich die Akropolis der antiken Stadt Kydonia. Archäologische Befunde bezeugen, dass diese Region seit der minoischen Zeit ununterbrochen bewohnt war. In der Nähe von Kasteli liegt auch die Siedlung Splantzia, eine einst türkische Siedlung. Dort befinden sich die Kirche des Heiligen Nikolaos und die byzantinische Kirche des Heiligen Rokkos.

Außerhalb der Festungsmauern der Altstadt, im östlichen Teil, liegt die historische Siedlung Koum – Kapi. Dort siedelten sich im 18. Jh. beduinische Arbeiter an, die eine Art kleines Dorf erbauten. Heute ist diese Region ein beliebter Treffpunkt für die Jugendlichen. Die Stadt hat viele Unterhaltungsmöglichkeiten zu bieten. Theater, Kino, Bars, Clubs mit Live-Musik, alles was man sich erwünschen kann, findet man in Chania.